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Samstag, 23. September 2017
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Nulltoleranz

Grundlagen und Ziele

Das Projekt...

  • ... soll eine Lösung bieten für Situationen, in denen sehr wenige Schüler durch pädagogische und Ordnungsmaßnahmen unbeeinflussbar den Unterricht und die Sicherheit der Mitschüler massiv in Frage stellen. Diesen Schülerinnen und Schülern macht das eigene Verhalten darüber hinaus einen Lernerfolg für sie selbst unmöglich. Grob geschätzt fällt etwa 1% unserer Schülerinnen/Schüler in diese Kategorie. Im Schuljahr 2001/02 ist diese Situation in Klassen der Jahrgänge 5 und 7 in besonderem Maße gegeben.
  • ... will den betroffenen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, die Grundlagen für ein Verhalten zu legen, dass eine erfolgreiche Bewältigung der Schulzeit, sowohl im Sinne des Lernens als auch der sozialen Beziehungen, ermöglicht.
  • ... wird vom gesamten Kollegium getragen und lastet nicht nur auf den betroffenen Klassenlehrer/innen.
  • ... soll dazu führen, dass auch Klassen mit sehr schwierigen Kindern ruhige und effektive Unterrichtssituationen erleben.
  • ... reagiert auf die rechtliche Situation (Verweisung von der Schule sehr schwierig) die dazu führt, dass wir uns im Umgang mit problematischen Schülern auf unserer eigenen Mittel besinnen müssen.
  • ... reagiert auf die Tatsache, dass Schüler in unserem System bisher lernen, dass Fehlverhalten nur in solchen Fällen wirksam bearbeitet wird, in denen ein Kind verbal und beziehungsmäßig für uns erreichbar ist. Kinder die über pädagogische Maßnahmen nicht erreicht werden, erfahren schnell, dass auch drastisches Fehlverhalten nicht zu verschärften Reaktionen führt.
  • ... will eine unmittelbare Reaktion auf das Verhalten des schwierigen Schülers erreichen, in unserem System sind Verzögerungen bisher üblich aber kontraproduktiv.
  • ... will die Eltern einerseits intensiv mit in die Verantwortung nehmen, ihnen aber auch Hoffnung geben, dass es eine Chance für ihr Kind gibt in der bisherigen Schule erfolgreich mitzuarbeiten.

Welche Schülerinnen/Schüler kommen für das Projekt in Frage?

Schülerinnen/Schüler, die anhaltend, immer wieder, durch pädagogische Maßnahmen nicht beeinflussbar und nachhaltig den Unterricht oder die Sicherheit ihrer Mitschüler in Frage stellen.

Wie wird ein Schüler in das Projekt überwiesen?

Per Beschluss der Klassenkonferenz können Schüler ins Projekt überwiesen werden, wenn nach Ausschöpfung der pädagogischen Maßnahmen und intensivem Kontakt mit den Eltern bereits Klassenkonferenzen stattgefunden haben und nur noch hochrangige Ordnungsmaßnahmen in Betracht kommen. Schüler können nicht ad hoc durch Lehrkräfte in das Projekt geschickt werden.

Wie werden die Eltern eingebunden?

Die Eltern wissen, dass ihr Kind Sicherheit und Unterricht in der Schule in Frage stellt. Im Anschluss an die Klassenkonferenz, die den Schüler in das Projekt überwiesen hat, werden die Eltern vom Schulleiter zu einer Anhörung bestellt. Die Projektbausteine werden ihnen vorgestellt. Mit den Eltern wird eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit während der Projektzeit getroffen.

Die Eltern wissen, dass das Kind vom Unterricht ausgeschlossen werden wird, wenn auch die Teilnahme ihres Kindes am Projekt einen sicheren Schulbetrieb nicht gewährleistet. Sie hinterlassen eine Telefonnummer, die zu jeder Zeit die Kontaktaufnahme ermöglicht. In festgelegten Abständen treffen sich die Eltern mit der Projektleitung.

Wie läuft die Teilnahme am Projekt für den Schüler/die Schülerin?

Die Bedürfnisse der im Projekt befindlichen Schüler werden unterschiedlich sein. Neben dem Störverhalten werden weitere Eigenschaften den erfolgreichen Schulbesuch verhindern. Entsprechend der Schülerpersönlichkeit wird die Programmteilnahme für das Kind aus den folgenden Bausteinen zusammengestellt:

  • Der Schüler/die Schülerin wird sich direkt nach Ankunft in der Schule bei einem Schulleitungsmitglied anmelden. Erforderlichenfalls wird hier an Hand des Stundenplanes das Vorhandensein der Arbeitsunterlagen geprüft. Das Kind wird in jedem Fall auf den Tag eingestimmt, erwartetes Verhalten besprochen.
  • Im Unterricht wird das Kind bei nicht unerheblichen Störungen sofort in eine andere Klasse begleitet. In dieser Lerngruppe steht ein Einzelarbeitsplatz zur Verfügung. Das Kind erhält entsprechendes Material zur Stillarbeit.
  • Im Falle der Verweisung aus dem Unterricht begleitet der Lehrer/die Lehrerin der Sonderklasse das Kind nach dem Unterricht zum zuständigen Schulleitungsmitglied.
  • Hier wird das Kind in eine Nacharbeitsgruppe eingewiesen. Der Schüler/die Schülerin erhält am gleichen Nachmittag während einer oder zwei Stunden die Möglichkeit, nach Verweisung versäumtes Lernpensum aufzuarbeiten. Darüber hinaus findet projektartig eine Fortbildung der Projektteilnehmer/innen in „Mangelbereichen“ statt: Sozialverhalten , Konfliktlöseverhalten, Arbeitsorganisation, Lernen lernen usw.
  • Das Kind meldet sich nach den Nachmittagsarbeiten beim diensthabenden Schulleitungsmitglied ab. Es findet ein Gespräch über den Verlauf des Tages statt.
  • Sollte das Verhalten des Kindes in Pausen unkontrollierbar sein, werden die Pausen im Verwaltungstrakt verbracht. In diesem Fall wird das Kind vom unterrichtenden Lehrer zu Beginn der Pause in den Verwaltungstrakt begleitet.
  • Sollten unsere regelmäßigen Nachfragen bei den Fahrern der Schulbusse ergeben, dass die Sicherheit der Schülerbeförderung durch das Kind gefährdet ist, werden wir über den Rheingau-Taunus-Kreis einen befristeten Ausschluss von der Schülerbeförderung erwirken.
  • Die Schülerin/der Schüler führt ein Dokumentationsheft, in dem der Ablauf der Maßnahme dokumentiert wird. Dieses Heft verbleibt in der Schule, es dient als Grundlage für das monatliche Elterngespräch
  • Der schulpsychologische Dienst wird über die Teilnahme des Kindes am Projekt in Kenntnis gesetzt. Wir raten Ihnen, Kontakt zu diesem Dienst aufzunehmen, um dort weitere Hilfe zu erhalten. Bei der Herstellung des Kontaktes sind wir gerne behilflich.
  • Die Dokumentation wird ein Teil der Schülerakte.

Was leistet die Schule?

Die Schule stellt folgendes sicher:

  • Lieferung eines „Fahrtenbuches“, das die Maßnahme begleitet und dokumentiert
  • Ein Schulleitungsmitglied zur morgendlichen Einweisung, eines zur nachmittäglichen Verabschiedung (Präsenz)
  • Lerngruppen, die auf Grund ihrer Struktur als „Sonderklasse“ geeignet sind. Diese Lerngruppen dürfen durch die Anwesenheit eines verwiesenen Schülers nicht störbar sein.
  • Lehrer/in, die im Lehrerzimmer als Ansprechpartner zur Verfügung steht
  • Arbeitsmaterial zur Stillarbeit in der Sonderklasse (der „schickende“ Lehrer versieht das „geschickte“ Kind mit Arbeitsmaterial)
  • Arbeitsmaterial für die Nacharbeitszeit am Nachmittag
  • Lehrer für die Betreuung während der Nacharbeitszeit
  • Lehrer für die „besonderen Unterweisungen“

Überwachung des Projektablaufes (nicht Gesamtleitung) erfolgt durch den jeweiligen Klassenlehrer

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Ansprechpartner: Frau Bauer
Letzte Aktualisierung dieser Seite: 21.02.2015, 19:23:23
N e w s t i c k e r
25.08.2017, 12:26 Uhr:
Schulsprecherwahl
Neuer Schulsprecher ist Laurin Orth aus der 7c. Seine Stellvertreter sind Ana Dujmovic (10a) und Leon-Noel Paul (7d). Herzlichen Glückwunsch!

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