Hintergrundbild
  Presse
  Termine
  Vertretungen
Kein Unterricht für den Jahrgang 9 am 23.03.2018
Nach mehreren Nachfragen, hier noch einmal die Bestätigung: Am Freitag, den 23.03. nehmen zahlreiche Lehrer(innen) an einer ganztägigen Tagung zum Thema "Binnendifferenzierung" teil, zu dem u.a. das Hessische Kultusministerium eingeladen hat. Aus diesem Grund hat der Jahrgang 9 an diesem Tag unterrichtsfrei. Wir bitten um Beachtung des Vertretungsplans!
(21.02.2018, 10:57 Uhr)
Suche
Mehr
Kontakt
IGS Wallrabenstein
Auf der Weid
65510 Hünstetten
06126-225-0
06126-225-38
Projektrecherche im Internet

Klassen in der IGS Wallrabenstein haben jetzt schnellen Zugang
ins Netz / DSL in ganz Hünstetten

(Bericht aus der Idsteiner Zeitung vom 10.03.2010
von Margret Brüning)

In der IGS Wallrabenstein wird fleißig recherchiert: Es geht um die Themen "Cyber-Mobbing" und "Umgang mit neuen Medien". Die Kombi-Klasse der zehnten Jahrgangsstufe hat sich in Zweier-Gruppen auf die Rechner im Informatik-Raum verteilt und trägt aus dem Internet Informationen zusammen.

Was in den meisten Schulen eine Selbstverständlichkeit ist, ist für die Schüler und Lehrer der IGS Neuland. Die IGS verfügt erst seit Februar über einen Breitband-Anschluss. Informatik-Lehrerin Nicole Buch ist begeistert: "Endlich können 15 Rechner gleichzeitig laufen - ohne dass das System gleich abstürzt." Das war bislang aufgrund der langsamen ISDN-Leitung nicht möglich.

Schulleiter Johann Weber schildert, wie sehr das Fehlen einer DSL-Versorgung in Wallrabenstein den Schulalltag beeinträchtigte: "Online-Befragungen, mittlerweile ein gängiges Instrument, waren in der Schule nicht durchführbar. Allein das Herunterladen des Formulars dauerte für jeden einzelnen Befragten zehn Minuten. Ich kann keine Schule vertreten, die keine ausreichende Internet-Versorgung hat. Die Eltern schicken ihre Kinder woanders hin."

Internet wird es in Zukunft nicht nur im EDV-Raum der Wallrabensteiner Schule geben. Bis Mai wird jeder Klassenraum mit Anschlüssen versehen werden, die Lehrer können für ihren Unterricht bis zu 20 Laptops ausleihen. So können Projekte leichter bearbeitet werden. Allerdings gilt es, auch die Schüler zum richtigen Umgang mit den neuen Medien zu erziehen: "Die meisten wissen gar nicht, wie fatal es ist, alles über sich im Internet preiszugeben. Jeder Personalchef schaut heute ins Internet, um Informationen über Bewerber zu suchen." Auch die Lehrer müssen sich ganz neuen Herausfordungen stellen. "Geprügelt wird sich nicht mehr auf dem Schulhof - sondern im Netz", meint Weber.

Nicht nur der Schulalltag verändert sich durch die Breitband-Versorgung Hünstettens. Die Anbindung an das DSL-Netz zählt zur Grundversorgung. "Ohne DSL wären wir als Gemeinde mausetot", stellt Bürgermeister Axel Petri fest. "Kein Gewerbe lässt sich an einem Ort nieder, an dem es keine DSL-Versorgung gibt." Doch die Nachteile lägen nicht nur im gewerblichen Bereich: "Der Rückgang der Einwohnerzahlen wird durch das Fehlen von DSL noch verschärft. Das wiederum hat zum Beispiel Auswirkungen auf Schulen und Kindergärten." Dass die Emotionen zu diesem Thema hochgekocht sind, bestätigt Petri: "Noch nie gab es so viel Feedback aus der Bevölkerung".

Thomas Schäfer, Leiter des Organisationsamtes, begleitete den Prozess. Rückblickend meint er: "Es war ein Kraftakt, innerhalb von einem Jahr alle zehn Ortsteile mit DSL versorgen zu lassen." Nicht ohne Stolz fügt Petri hinzu, dass Hünstetten eine der ersten Gemeinden sei, die flächendeckend mit DSL versorgt werde.

Hierhin war es ein langer Weg. Konkrete Ansätze gab es im Frühjahr 2008, als die Deutsche Telekom beauftragt wurde, den gemeindlichen Kostenbeitrag für eine flächendeckende Einführung von DSL für Hünstetten zu eruieren. Nachdem die Ergebnisse im Sommer vorlagen, beschloss die Gemeindevertretung, 600 000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung zu stellen. Daraufhin wurden im November 2008 die Kooperationsverträge zum Ausbau der DSL-Infrastruktur unterzeichnet.

Kesselbach wurde als erster Ortsteil im Januar 2009 ans Breitband angeschlossen. Im Laufe des Jahres folgten schrittweise die anderen Ortsteile, bis im Januar 2010 das am weitesten von der Glasfaser-Hauptleitung entfernt liegende Wallrabenstein angeschlossen wurde. Nach Abrechnung lagen die Gesamtkosten der Gemeinde bei etwa 450 000 Euro. Die Anwohner können sich nun über eine Breitband-Internetversorgung mit Geschwindigkeiten von 6 bis 16 MBit/s freuen.

Hünstettens Zukunft stuft der Bürgermeister positiv ein, denn die Gemeinde profitiere von der Nähe zum florierenden Idstein, zur Autobahn, der Hühnerstraße - und nun auch von der DSL-Anbindung.

Stand: [AKTUZEIT]