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Ben Steiner ist neuer Schulsprecher
Der Schülerrat - die Versammlung aller Klassensprecher(innen) und deren Stellvertreter(innen) - hat heute Ben Steiner (9c) zum neuen Schulsprecher gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Brian-Enrico Bäst (9c) und Wyatt Rühl (7a), als Beisitzer Carl Nell (7a), Hannah Latussek (9d), Philipp Gilberg (9c), Phil Mai (10c) und Pia Wardenga (9c) gewählt. Der neue Vorstand dankt den Aktiven vom letzten Schuljahr für ihr Engagement und lädt alle Interessierten zur Mitarbeit ein.
(10.08.2018, 11:15 Uhr)
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Erste Eltern-LAN-Party soll helfen,
die Kinder-Welt zu verstehen

(Bericht aus der Idsteiner Zeitung von Sanja Messwarb vom 15.09.2012)

Diablo, World of Warcraft, Call of Duty, Battlefield oder Quake - erstmals wurde in der Integrierten Gesamtschule Wallrabenstein (IGS) eine Eltern-LAN-Party angeboten, bei der mehrere Computer vernetzt wurden und so, dass gemeinsames Spielen ermöglicht wird. Die ersten Versuche der Eltern endeten freilich in wildem Tastedrücken und Ratlosigkeit. „Soll ich jetzt einfach losballern?”, wird verwundert gefragt.

Die IT-Beauftragte der IGS-Wallrabenstein, Ulrike Schulte, hatte gemeinsam mit dem Schulsozialarbeiter der IGS, Florian Gleißner, dem Schulsozialarbeiter an Berufsschulen, Helmut Zweiniger, und Petra Clemen von der Fachstelle Suchtprävention Rheingau-Taunus-Kreis diese LAN-Party organisiert. Sie ist Teil des Projekts „Netz mit Web-Fehlern?”, dass die Hessische Landesstelle für Suchtfragen mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse ins Leben gerufen hat. Rund 20 Eltern, überwiegend Mütter, waren gekommen, um sich in die Welt ihrer Kinder hineinzuversetzen.

An diesem Abend hatten sie die Möglichkeit, deren Spiele auszuprobieren. Zweiniger wünschte den Eltern viel Spaß, mahnte aber zugleich: „Haben sie etwas Geduld mit sich”. Etwa 25 Computer hatte die IGS zur Verfügung gestellt, an denen unterschiedliche Spiele getestet werden konnten. Der Anfang war schnell gemacht: Mit der Erklärung der WASD-Steuerung konnten die Eltern loslegen. Ego-Shooterspiele, bei denen es um simples Umherschießen geht, Strategiespiele, mit Kriegssimulationen und das Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ entführten die Eltern in eine andere Welt.

Was ist so interessant?

Nachdem die ersten Hemmungen überwunden waren, übten sich die Teilnehmer fast zwei Stunden lang an den Computern. Die Berufsschüler standen mit Rat und Tat zur Seite. „Sie sollen merken, was daran interessant sein könnte”, so einer der Schüler.

Größere Verwunderung trat bei der Altersgrenze der Spiele auf. Teils waren die Spiele ab 16, teils erst ab 18 Jahren freigegeben. Petra Clemen erklärte, dass grundsätzlich Spiele, bei denen rotes Blut fließe, ab 18 seien. Ihr ist es wichtig, dass die Eltern nicht nur informiert werden, sondern auch selber die Erfahrungen dieser Spiele machen. „Sie sollen sehen, mit was sich ihre Kinder beschäftigen, damit sie ein Verständnis dafür bekommen”.

Zweiniger sieht aber auch das Potenzial der Suchtgefahr. Es sei zwar nicht alles so negativ wie oft behauptet, jedoch müsse es eine gewisse Abwechslung im Alltag der Kinder geben. „Die Eltern sollen ihren Kindern Zeitgrenzen aufweisen”, betont er. Positiv sei, dass die Kinder im Team spielen, auf der anderen Seite weiß sie von „der Gefahr endlos vor dem PC zu sitzen”. Häufig würden die Kinder zum Beispiel zu spät oder teils auch gar nicht zum Essen kommen, wofür die Eltern meist kein Verständnis hätten.

Es gibt auch sinnvolle Spiele

Gegen ein komplettes Verbot der Spiele spricht sich Zweiniger jedoch nicht aus, da sich die Kinder eine eigene Lebenswelt geschaffen hätten, und es auch sinnvolle Spiele gäbe. Er sieht die Gefahr eher in sogenannten Gratisspielen, die anfangs kostenfrei sind, jedoch mit kaufbarer Zusatzausstattung locken.

In der abschließenden Besprechung riefen die Organisatoren dieser besonderen Party zu klaren Regeln, zur Beachtung der Altersgrenze und zum Mitspielen auf. Die Veranstaltung solle aber vor allem eine Grundlage der Kommunikation zwischen Kind und Eltern schaffen, bei dem beiden Parteien wissen, wovon sie reden. „Die Eltern sollten die Spiele nicht verteufeln”, so Zweiniger, sondern für die Spiele sensibilisiert sein.

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Ansprechpartner: Schulsozialarbeiter
Stand: [AKTUZEIT]